Grönland

Kajak-Abenteuer in der Arktis

Sommer in West-Grönland auf 70 Grad nördlicher Breite, das sind nicht nur Eis und Schnee. Das sind viel mehr strahlend blauer Himmel rund um die Uhr und bis zu 18 Grad Wärme! Bunte Holzhäuschen kleben auf glatten Felsen, kleine Fischerboote tuckern zwischen gigantischen Eisbergen hindurch. 500 Kilometer nördlich des Polarkreises liegt der Ort Uummannaq auf einer kleinen Insel in einem riesigen Fjordsystem. Uummannaq ist nur per Helikopter zu erreichen, alle Waren werden mit dem wöchentlichen Frachtschiff angeliefert. Hier starten wir unseren Kajaktrip in eines der spannendsten Seekajakreviere der Erde.

Sobald wir Uummannaq verlassen haben, sind wir allein. Wir überqueren den acht Kilometer breiten Fjord und folgen der Küstenlinie mit ihren mehr als tausend Meter hohen und oft senkrechten Felswänden bis zum Inlandseis. Die riesigen Eisberge, mache sind an die 100 Meter hoch, treiben mit Wind und Gezeiten durch die Fjorde, brechen donnernd auseinander, schmelzen knisternd im harten Sonnenlicht. Wir halten respektvoll Abstand. Geräuschlos gleiten die Seekajaks über das spiegelglatte und glasklare Wasser. Wale ziehen vorbei, ihr Gesang ist meilenweit zu hören, neugierig und doch angespannt nähern wir uns ihnen. Wir campieren neben Gletscherzungen und manchmal sogar auf grünen Wiesen, die wir kaum zu betreten wagen. Ein neugieriger Polarfuchs schleicht um die Zelte.

Grönland ist eine andere Dimension, grandiose Weite, gigantische Eisberge, spannende Einsamkeit, Moskitos in XXXL in einer betörend schönen Landschaft. Der Vortrag erzählt aber nicht nur von der Reise zu den Eisbergen, sondern auch von der komplexen Vorbereitung, vom Trainieren für den Ernstfall, vom Zusammenstellen der Ausrüstung und von solch banalen Fragen wie "Wieviel Klopapier braucht man für 4 Wochen?"

Weitere Infos und Fotos von Jo Deleker auf seiner Internetseite www.jodeleker.de

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